Marktplatz 8 – Altes Rathaus Einbeck

Marktplatz 8
Das alte Rathaus ist mit seinen drei markanten Türmen aus dem 16. Jahrhundert das Wahrzeichen der Stadt Einbeck. Über die Bau- und Nutzungsgeschichte ist bei Wikipedia zu lesen: „1252 wird erstmals ein Rat in Einbeck erwähnt, der aus Patriziern bestand. Herzog Heinrich Mirabilis verlieh Einbeck 1279 das Stadtrecht, wenige Jahre später entstand am Markt, im Zentrum der jungen Stadt, ein Profanbau als Sitz des Rates, wie archäologische Grabungen im Gewölbekeller ergaben. Die erste bekannte urkundliche Erwähnung des Alten Rathauses stammt erst aus dem Jahr 1334. Dieser unterkellerte Vorgängerbau war mit einer Grundfläche von etwa 16 x 13 m nur halb so lang, wie das heutige Rathaus mit 33 m Länge. Er wurde in der 2. Hälfte des 14. Jhd. nach Osten auf seine heutige Länge parallel zum Markt vergrößert.

Der große Stadtbrand am 26. Juli 1540 zerstörte durch Feuer und Explosion eines Pulverlagers im Keller auch grosse Teile der steinernen Bauteile des damaligen Rathausgebäudes. Der Wiederaufbau begann 1549 auf den Resten des Kellers, geriet nach einem zweiten Großbrand in Einbeck im gleichen Jahr jedoch ins Stocken, denn zunächst hatte der Wohnhausbau Vorrang. Auch finanzielle Belastungen der Stadt infolge des Schmalkaldischen Krieges führten zu Verzögerungen. Ab 1562 konnten die Ratssitzungen wieder im neu aufgebauten Rathausgebäude stattfinden, die drei repräsentativen Türme als Vorbauten vor der Fassadenfront wurden jedoch erst in den 1590er Jahren fertiggestellt.

Die Südwand des Alten Rathauses war nach dem Wiederaufbau und vor dem Bau der drei Erker mindestens zweimal mit zeittypischen Renaissancemalereien versehen, wie Sanierungsarbeiten im Dachstuhlbereich des östlichen Vorbaus (errichtet 1594) ergaben. Auf dem altweiß gestrichenen Kalkputz waren graublaue und schwarze Linien, Bögen und Lilien aufgebracht, die Balken des Fachwerks waren oxidrot ausgeführt. Nach dem Turmbau kamen noch 10 weitere Anstriche an den tieferliegenden Bereichen der Südfassade hinzu.

Als Ratsstube wurde das Untergeschoss des Anbaus genutzt, in dem auch die Kämmerei untergebracht war. Das Untergeschoss des Hauptgebäudes ist als Halle ausgestaltet, die somit einen repräsentativen Eingangsbereich bildet. Das Obergeschoss unterlag einem mehrfach Bau- und Nutzungswandel mit Ausnahme des Trauzimmers auf halber Treppenhöhe. Der Weinkeller wurde noch bis in das 19. Jahrhundert genutzt. Der Nutzungsänderung entsprechend wurden im 19. Jahrhundert auch die Dachgauben zu Lukarnen umgebaut…“