Stiftsplatz 9 – Münsterkirche St. Alexandri

Über die Münsterkirche St. Alexandri ist in Wikipedia zu lesen: „Die Münsterkirche Sankt Alexandri wurde im 11. Jahrhundert als Kollegiatstiftskirche gegründet. Sie liegt im nördlichen Teil der Altstadt von Einbeck in Südniedersachsen. Das aus Buntsandstein errichtete Gebäude ist eine der größten gotischen Hallenkirchen Norddeutschlands. Das Stift bestand bis ins 19. Jahrhundert. Die Münsterkirche wird heute von der ev.-luth. Kirchengemeinde Einbeck genutzt.

Das Stift setzte sich aus zwei Gebäuden, der Kirche und dem Wohnhaus der Stiftsherren zusammen, die zudem ein Refektorium, einen Kapitelsaal, die Bibliothek, den Kreuzgang und eine Schule beinhalteten. Der Innenhof des Kreuzgangs war zugleich der Friedhof. Am 26. Juli 1540 wurden die meisten Gebäude durch einen Brand vernichtet. Die südlich des Kirchengebäudes gelegenen Stiftsgebäude mit der Schule und Bibliothek, sowie der westliche Teil des Kirchendachs und die Orgel verbrannten. Nur die Kirche und das Kapitelhaus überstanden das Feuer, doch letzteres wurde 1873 abgebrochen.

Teile des ursprünglichen Kirchengebäudes wurden 1975 bei der Anlage einer Fußbodenheizung in der heutigen Münsterkirche entdeckt. Es handelte sich bei dem Vorgängerbau um eine dreischiffige Basilika mit östlichem Querhaus und einem querrechteckigen Westbau, der von zwei Rundtürmen flankiert wurde.[1] Im Zusammenhang mit der Sanierung fand man in besonderer Lage in der Mittelachse des Querhauses ein steingefasstes Grab, das als Grablege des Stifters Graf Dietrich II. angesehen werden kann. Im nördlichen Querhaus fand sich das Grab des am 3. September 1153 im Exil in Einbeck verstorbenen Mainzer Erzbischofs Heinrich I.

Der Aus- und Neubau in der Regierungszeit von Heinrich Mirabilis stand vermutlich in Zusammenhang mit der zunehmenden Bedeutung als Wallfahrtsstätte und mit der Wahl St. Alexandris als herzoglichem Bestattungsplatz. Um 1290 wurde im Osten der Stiftskirche mit dem Neubau eines gotischen Chores aus Buntsandstein und, für eine gotische Kirche ungewöhnlich, einer darunter liegenden Krypta begonnen. Das alte Langhaus wurde zunächst noch weitergenutzt, während in den folgenden 200 Jahren darum eine größere Hallenkirche von 74 m Länge entstand. Das Mittelschiff hat die doppelte Breite eines Seitenschiffes. Die Querhäuser entstanden im 14. Jahrhundert. An den Baumaßnahmen am Schiff war der Baumeister Molderam beteiligt.[7] Die Fenster waren wahrscheinlich bunt verglast. Von den einst vorhandenen Kapellen sind noch drei erhalten, darunter die Blutskapelle an der Ostwand des südlichen Querschiffarms. Erst nach längerer Unterbrechung wurde eine größere Doppelturmanlage im Westen errichtet, die allerdings 1506 auf Höhe der Langhauswände mit provisorischer Errichtung eines Glockenstuhls eingestellt wurde. Erst 1735 wurde der heutige barocke Turmaufsatz errichtet….“