Tiedexer Straße 25

Das Renaissancegebäude wurde im Jahr 1558 erbaut und 1791 umgebaut. Die Fassade ist jedoch pure Renaissance. Mit ihren Fächerrosetten auf den Stockwerksschwellen, den mit Perlmustern versehenen Füllhölzern, Profilgesims und dem (Rest) des Renaissanceportals aus Tauband und Perlschnur, zeigt es das Renaissance-Ornament hier mit gelben, roten und grünen Farben abgesetzt. Ursprünglich monochrom gestrichen, waren diese Flachschnitzereien erstmal um 1530 in Niederdeuschland vorgekommen. Als Dreiviertel- und Vollkreise kommen sie nur selten vor. Ihre Ursprünge liegen in der Antike, wo sie als Hintergrund oder dekorativer Abschluss von Nieschen verwendet wurden. In der Tiedexer Straße sind sie reichlich zu bewundern. Das Hakenkreuz über dem Eingang ist das historische Hausmarke eines Bedeutenden Bürgers. Hausmarken dienten zur Kennzeichnung des Eigentums oder der Herkunft von Gegenständen. Es wurde in der mitteleuropäischen Kulturgeschichte auch als Steinmetzzeichen verwendet und erst ab 1920 symbolisch umgedeutet.