Thorsten Freye

Der Maler T. Freye führt in seinen Arbeiten einen spielerisch-künstlerischen Dialog mit den bedeutendsten Werken der Aktmalerei und deren Ikonografie in der Kunstgeschichte vom Barock bis zur Salonmalerei des neunzehnten Jahrhunderts. In den anspielungsreichen Kompositionen werden die tradierten Motive in einen „entkleideten“, aktuellen Kontext gesetzt, ohne die Essenz ihrer „Heiligkeit“ zu verlieren. Dabei transportiert sich der erotische Gehalt der Bilder nicht nur über deren Sujet, sondern vor allem über die Sinnlichkeit der Malerei selbst.
Pressetext zur Ausstellung „Leuchtkörper“ Galerie Holbein4

Die Malerei ist für Thorsten Freye eine Form der Verklärung, ganz im Sinne des alchimistischen Prozesses der Vergoldung. Für den Maler Thorsten Freye sind es die Sinneseindrücke, die zur materia prima, zum Ausgangspunkt eines Verwandlungsprozesses werden. Wie der Alchimist den geeigneten Stoff, wählt Freye das geeignete Motiv. Bildwürdig sind für ihn alle Motive, die durch kompositorische, farbliche oder andere optische Reize malerisch zur Sensation werden könnten. Dazu gehört der weibliche Akt genauso wie die Landschaft, die Architektur, die Maschine und das Stillleben. Allerdings ist das Thema weiblicher Akt in den letzten Jahren bestimmend geworden. Auffällig ist die Anordnung der Gemälde in Bilderreihen. Er hat Szenen vom Aktzeichnen an der Musischen Akademie in Braunschweig festgehalten, in der er als Kursleiter arbeitet.
Auszug aus dem Katalogtext von J.B. Kuck zur Ausstellung Retroaktiv“, Malerkapelle Königslutter

Geboren am 29.06.1966 in Osterode am Harz
1989-98 Studium der Freien Kunst an der HBK Braunschweig
1996 Diplom,1998 Meisterschüler bei Prof. N. Tadeusz
2002 Dozent der VHS Braunschweig,Wolfenbüttel und an der Musischen Akademie Braunschweig, Lehrtätigkeit am CJD-Braunschweig
Kontinuierliche Ausstellungstätigkeit von 1996 bis 2016 als Künstler und Organisator

Meine Motivation für die Bewerbung für das DKKD-Festival ist durch meine Herkunft aus Osterode am Harz, wo ich bis zu meinem siebzehnten Lebensjahr aufwuchs und wohin ich bis heute in regelmäßigen Abständen zurückkehre, da meine Eltern dort noch wohnen, offensichtlich. Das wäre dann das erste Mal, dass ich in meiner Heimatstadt nach meinem Weggang 1984 ausstellen würde. Des weiteren habe ich schon immer gerne meine Gemälde und Zeichnungen in ungewöhnlichen, charaktervollen Räumen gezeigt.

Ich möchte zusammen mit Schirin Fatemi und Peter Schmidt ausstellen.

  • ORT Osterode