Martha Fritsch

Durch das Erbe meiner nordhessischen Schwiegermutter wurde 2007 eine starke kreative Bewegung bei mir ausgelöst, da ich begann mit dem alten Bauernleinen zu arbeiten, alte Rahmen zu bespannen und Naturfarben und Materialien, die ich selbst mit Kleister anrühre, vielfältig einzusetzen.
Auch in der Installation „Ausgrenzen und Verbinden“ in der Innenstadt von Hann. Münden wird dieses Leinen, ein kostbares Produkt ländlicher Frauenarbeit mit eingesetzt werden.
Ich bin Autodidaktin. Frottage an Steinen, Bäumen oder Bauwerken sind für mich wichtige Medien, sowie auch aufgeklebte Elemente, mit denen ich oft Dinge aus dem Leben weiter verarbeite. So ist im Winter 2017 eine Serie von Fotos zum Schimmelbefall an Häusern der Gießener Innenstadt entstanden. Meine Bildwelten, ihre Materialien und spielerischen Techniken erzählen Geschichten, greifen auch Themen aus Meditation und Yoga auf und spiegeln die Wertschätzung der Erde.
Handwerk, Baubiologie, Frauengeschichte gehören seit Jahren zu meinen ureigensten Interessen und sind auch in den neueren Bildern, an denen ich in diesem Jahr arbeite, wieder Teil meines Weges – und da ist einfach viel Berührung zum Thema Fachwerk-Denkmäler.
1953 im Rheingau geboren, Studium Kunst und Politik,
Yogalehrerin und -ausbilderin in Wetzlar, Mutter und Großmutter, wohnhaft in Gießen.
In den 90er Jahren Ausstellungen in Wetzlar und Heppenheim mit Aquarell- und Kreidebildern.
Seit 2007 Ausstellungen mit Leinenbildern in Wetzlar, Hüttenberg, Gießen, Darmstadt, Blaubeuren, Eppstein, Dexheim, Wiesbaden; Leinen-Installationen im Park in Wetzlar.

  • ORT Hann. Münden
  • ART Malerei Installation
  • Denkmal