Georg Hornung

Seit 2004 fotografiere ich systematisch verlassene Fabrikhallen und Werkstätten, aufgegebene Lager- und Büroräume, verkommene Kultursäle, entweihte Kirchen und vereinsamte Kasernen. Doch die aufwendig digital fotografierten Räume sind für mich kein fotodokumentarisches Endprodukt. Inspiriert von den leeren Raumsituationen werden Objekte am Rechner modelliert oder zusätzlich fotografiert und als virtuelle Installationen im architektonischen Umfeld platziert.
So entstehen Ereignisbühnen, angefüllt mit seltsamen Objekten, monströsen Gewächsen und eigentümlichen Geräten. Die Szenerien zeigen rätselhafte Versuchsanordnungen und Fundorte von Fremdartigem; Seltsames dringt ein oder ungewöhnliche Naturalien werden in Kombination mit technischen Vorrichtungen präsentiert.

Ich plane das Fotografieren von leerstehenden Gebäuden im Gebiet des Fachwerk5Ecks. Eine Auswahl der entstandenen Fotoarbeiten möchte ich zum Festival in einem geeigneten Raum präsentieren.

1951 geboren in Glauchau, Sachsen
naturwissenschaftliches Studium an der Universität Leipzig
autodidaktische künstlerische Entwicklung
lebt und arbeitet in Berlin und Weiden (Oberpfalz) als Künstler, Fotograf, Buchautor und Dozent
seit 1983 zahlreiche Ausstellungen, Ausstellungsbeteiligungen und Ankäufe von öffentlichen und privaten Sammlungen

  • ART virtuelle Installation
  • Denkmal